Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
DI Gabriele Obermayr
Stubenbastei 5
1012 Wien
NATURSCHUTZBUND Österreich
DI Stefanie Glantschnig
Museumsplatz 2
5020 Salzburg
Am 9. November stand Salzburg ganz im Zeichen des vielfaltleben-Gemeindenetzes. Eine Fachtagung und das große vielfaltleben - Fest am Abend standen am Programm.
Bei einer Fachtagung haben mehr als 100 Interessierte über lokalen Naturschutz diskutiert. Höhepunkt war der vielfaltleben-Gemeindefestabend in den Salzburger Kavernen, bei dem unter der Patronanz von Sepp Forcher auch der Sieger des Gemeindewettbewerbs gekürt wurde.
Gerade Gemeinden können zum Artenschutz einen großen Beitrag leisten – für mehr Natur und damit mehr Lebensqualität in Städten und Dörfern: Sie entscheiden, wie Räume gestaltet, Flächen gewidmet, Straßen beleuchtet werden. Sie können bei der Gestaltung von Schulgebäuden, Friedhöfen, Straßenrändern, Parks und öffentlichen Flächen eine Vorbildfunktion übernehmen, der „Natur vor der Haustür“ Raum geben und sich aktiv für sie einsetzen.
Was in Gemeinden alles möglich ist, haben am Freitag mehr als 100 Teilnehmer bei einer Fachtagung an der Salzburger Universität diskutiert. Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer und der Salzburger Landesrat Sepp Eisl übergaben die vielfaltleben-Plaketten an die Vertreter der Netzwerkgemeinden.
Im Rahmen der Artenschutzkampagne vielfaltleben suchten Lebensministerium und NATURSCHUTZBUND nun Gemeinden mit dem für die Artenvielfalt wirkungsvollsten Beschluss ihres Gemeinderates. Aus knapp 50 Gemeinden honorierte die Jury besonders Projekte von kleinen und mittelgroßen Gemeinden. „Damit wollen wir betonen, dass es auch im kleinen Rahmen und mit geringen finanziellen Mitteln möglich ist, wertvolle Naturschutzarbeit zu leisten“, sagt Umweltminister Niki Berlakovich.
Insgesamt wurden 10.000 Euro, gesponsert von Kommunalkredit, ausgeschüttet und vier herausragende Initiativen ausgezeichnet: „vielfaltleben gemeinde champion 2012“ dürfen sich die Tiroler Gemeinden Kauns, Kaunerberg und Kaunertal im Naturpark Kaunergrat nennen. Sie erhielten diesen Titel für den Beschluss, ein gemeinsames Schutzgebiet für die „Tiroler Urbiene“ einzurichten.
Die Steirische Gemeinde Proleb konnte mit ihrem Engagement in der Köllach Au in der Kategorie der kleinen Gemeinden mit weniger als 1.500 Einwohnern den Sieg erringen.
Die Initiative zum Schutz seiner bedrohten Orchideenvorkommen brachte der Kärntner Gemeinde Kappl am Krappfeld den Sieg bei den mittelgroßen Gemeinden ein.
In der Kategorie „über 5.000 Einwohner“ erhielt das Burgenländische
Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Güssing, Strem, Eberau, Heiligenbrunn, Bildein, Moschendorf, Deutsch Schützen-Eisenberg zum Schutz der Weißstörche im Naturpark Weinidylle eine Auszeichnung.