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Die Module der Initiative Unternehmen Landwirtschaft 2020

Die gemeinsame Strategie für die Zukunft der heimischen Land- und Forstwirtschaft soll Perspektiven für Österreichs Bäuerinnen und Bauern geben. Sie wird in Modulen bearbeitet und umgesetzt.

Modul 1: Zukunft der GAP "Die Heimat im Herzen, Europa im Blick"

 

Ziel des ersten Moduls ist die Weiterentwicklung des europäischen Landwirtschaftsmodells nach 2013. Eine flächendeckende Bereitstellung gesellschaftlicher Leistungen der Landwirtschaft soll auch im Berggebiet und im benachteiligten Gebiet gewährleistet werden. Des Weiteren soll der Agraranteil sowohl im EU-Finanzhaushalt als auch im nationalen Budget gesichert werden. Stabile Marktinstrumente bilden ein Sicherheitsnetz für die Landwirtschaft und die Produktionsleistung wird unterstützt.
 

Modul 2: Ländliche Entwicklung - LE 14 - 20 "Wachstum braucht guten Boden"
 

Auf EU-Ebene werden die Rechtsgrundlagen zur Ausrichtung der Politik zur Ländlichen Entwicklung nach 2010 neu verhandelt. Auf dieser Basis ist in Österreich ein neues Programm für die Ländliche Entwicklung für die Dauer der nächsten Programm- und Finanzperiode 2014 bis 2020 zu erstellen. Die Landwirte müssen sich neuen Herausforderungen wie dem Klimawandel, erneuerbaren Energien sowie der Artenvielfalt stellen. Hier werden klare, konsistente Zielpakete formuliert (Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Aus- und Weiterbildung).
 

Modul 3: Businessplan - Bildungsplan "Bildung säen, Erfolg ernten"
 

Die Wettbewerbsfähigkeit wird im dritten Modul behandelt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern kommt, braucht es mehr an Fachwissen, unternehmerischer Kompetenz und Persönlichkeitsbildung. Ziel ist ein Businessplan für jeden Betrieb, sowie eine stärkere Vernetzung zwischen Bildung und Beratung und eine stärkere Verknüpfung von Forschung und Lehre. Die qualitativ hochwertige Bildung und Beratung in Österreich soll sichergestellt und ausgebaut werden.

 

Modul 4: Lebensmittel "Sicher. Echt. Aus Österreich"


Ziel ist eine langfristige Absicherung österreichischer landwirtschaftlicher Produkte und Lebensmittel im Wettbewerb durch hohe Qualität. Die Landwirtschaft muss Verbraucherwünsche nach Sicherheit, besonders nach österreichischer Qualität und Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln erfüllen. Die Bündelung exportfördender Aktivitäten und der Ausbau von Marktanteilen im Binnenmarkt und auf Drittlandsmärkten sind ebenso erklärtes Ziel.


Modul 5: Qualitätspartnerschaft - Wertschöpfung "Mehr Miteinander - mehr Qualität"

 

Ziel ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des vor- und nachgelagerten Bereiches. Das Angebot soll gebündelt werden und die strategische Ausrichtung der Erzeugergemeinschaften bzw. Genossenschaften forciert werden. Ebenso sollen innovative Projekte und Synergien forciert werden. Ziel ist auch der Ausbau gemeinsamer Zertifizierungssysteme.

 

Modul 6: Verwaltungsvereinfachung "Bürokratie stutzen, Wachstum nutzen"

 

Ziel ist eine erhöhte Akzeptanz für Aufzeichnungen und Dokumentation durch zielgerichtete Informationsarbeit. Landwirtinnen und Landwirte sollen durch benutzerfreundliche Angebote entlastet werden.


Modul 7: Neue Produktionsfelder "Chancen schaffen, Chancen nutzen"
 

Ziel ist die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie, sowie die Erzeugung von biogenen Industrierohstoffen. Die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen soll verringert werden. Das ist auch ein Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz durch die Erzeugung Erneuerbarer Energie. In der Richtlinie der Erneuerbaren Energien wurden auf EU-Ebene nationale Zielwerte für den Anteil von Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch festgelegt. Für Österreich sind das 34 Prozent und dieser Zeilwert ist bis 2020 zu erreichen. Auf dieser Grundlage wurde Österreichs "Energiestrategie 2020" erarbeitet, die für die einzelenen Sektoren die konkreten Umsetzungsschritte zur Erreichung des Zielwertes festlegt. Die österreichische Energiestrategie soll hier umgesetzt werden.