Bundesministerium
für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft
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Wie der Weltklimarat in einem Sonderbericht feststellt, werden sich die Wetterextreme in Zukunft verschlimmern. Besonders bedroht ist die Landwirtschaft.
Der Weltklimarat IPCC hat im März 2012 den Sonderbericht „Risikomanagement von Extremereignissen und Katastrophen zur Anpassung an den Klimawandel (SREX)“ vorgelegt.
Anfang Mai fand im Lebensministerium eine Veranstaltung statt, bei der ExpertInnen und Experten die Ergebnisse diskutierten.
Die wesentlichen Aussagen des Berichts:
Die Erträge der Landwirtschaft sind zu 80 % vom Wetter abhängig. Da Dürre- und Überschwemmungsschäden in Zukunft öfter, intensiver und großflächiger auftreten werden, kann der Agrarsektor als Nahrungsmittellieferant als das größte Klimaopfer angesehen werden.
Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und Mitorganisator des Workshops, betonte daher die Wichtigkeit eines umfassenden Versicherungsschutzes in der Landwirtschaft.
Angesichts des Szenarios hält Minister Berlakovich eine Doppelstrategie für unabdingbar. Zum einen muss dem Klimawandel durch die Reduktion des Treibhausgasausstoßes entgegengewirkt werden, zum anderen muss sich Österreich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen.
Um mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch, Natur und Wirtschaft in Österreich zu skizzieren, wird derzeit eine Nationale Anpassungsstrategie erstellt. Sie beleuchtet 14 Themenfelder samt Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen. An der Strategie arbeiten rund 100 Institutionen mit. „Wir müssen den Klimaschutz weiter verstärken, uns aber gleichzeitig für unausweichliche Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Mensch wappnen“, erklärte Berlakovich.
Für Georg Rebernig, Geschäftsführer des Umweltbundesamtes und ebenfalls Mitorganisator des Workshops braucht es eine Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um tragfähige nachhaltige Lösungen für die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Regionen zu finden. Eine unumgängliche Voraussetzung gegenüber den Folgen des Klimawandels sind widerstandsfähigere Ökosysteme. Die gezielte Steuerung des Flächenangebots für Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturzwecke sei eine der effektivsten und effizientesten Strategien im Umgang mit Naturgefahren, ebenso das Freihalten von Abflussräumen bei Hochwasser.