Bundesministerium
für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft
Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
E-Mail: service@lebensministerium.at
Die agrarische Ausbildung leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unseres Lebensraumes. Ein professionelles Bildungsangebot sichert die Qualität der Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, Energie und biologische Vielfalt.
Das Lebensministerium ist Schulerhalter und trägt somit die Hauptverantwortung für das Bildungsangebot an den Höheren Schulen im Agrar- und Forstbereich, für den pädagogischen Bereich besteht eine enge Kooperation mit dem bm:ukk. Dieses zeichnet ebenfalls verantwortlich für das Qualitätsmanagementsystem des österreichischen berufsbildenden Schulwesens (QIBB).
Durch die schulautonome Schwerpunktsetzung können regionale Besonderheiten und neue Entwicklungen berücksichtigt werden, um noch gezielter auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes eingehen zu können. Diese Spezialisierung kommt ab dem dritten Jahrgang zum Tragen.
Die Qualität von Lehren und Lernen steht im Zentrum. Fachliche und pädagogische
Kompetenz der LehrerInnen wird durch gezielte Fort-und Weiterbildung garantiert.
Die LehrerInnen wenden unterschiedlichste didaktische Methoden an, achten auf deinen persönlichen Wissenserwerb und motivieren zu Teamarbeit. Projekt- und praxisorientierte Unterrichtsmethoden unterstützen selbstständiges und verantwortungsvolles Handeln.
An der Schule in Schönbrunn, Klosterneuburg, Raumberg-Gumpenstein und Wieselburg sind Lehre und Forschung zu Kompetenzzentren zusammengefasst, den Lehr – und Forschungszentren (lfz). An einigen anderen Schulen bestehen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Dies sichert die Aktualität der Ausbildungsinhalte. Die SchülerInnen profitieren bereits während ihrer Schullaufbahn von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit wird eine Zusammenarbeit mit der jeweiligen Forschungsanstalt
oder auch anderen Partnerfirmen ermöglicht.
Die Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen werden mit der Diplom- und Reifeprüfung abgeschlossen, womit folgende Berechtigungen und Anerkennungen verbunden sind:
Beide Ausbildungsformen schließen mit der Reife- und Diplomprüfung ab.
Die an allen Standorten vorhandenen Internate ermöglichen dir, auch wenn du einen abgelegenen Wohnort hast, eine höhere Schulbildung. Der Schulort wird somit in deiner Ausbildungszeit zu einem Lern- und Lebenszentrum. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die in den Internaten beschäftigt sind, sind für diese Anforderungen ausgebildet und verstehen sich in dieser Zeit als Lern- und LebensbegleiterInnen. Es werden viele Freizeitaktivitäten angeboten,
die das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft an der Schule fördern.
Die Schulen haben starken europäischen und internationalen
Bezug. Über SchülerInnenaustausch und Auslandsaufenthalte erwirbst du Wissen über andere Länder und entwickelst Verständnis für fremde Kulturen.
An zehn Schulen sind land- und forstwirtschaftliche Lehrbetriebe angeschlossen,
an den anderen beiden bestehen Kooperationsverträge mit Lehrbetrieben. Darüber
hinaus hast du im Rahmen deiner fünfjährigen Ausbildung drei Pflichtpraktika zu absolvieren, in denen dein theoretisches Wissen in der Praxis erprobt und umgesetzt wird. Über EU geförderte Mobilitätsmaßnahmen wird die Praxis von immer mehr Schülerinnen und Schülern im fremdsprachigen Ausland absolviert. Die Lehrpläne der land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten
sehen Pflichtpraktika von insgesamt 18 Wochen bzw. 22 Wochen vor.