Bundesministerium
für Land- und Forstwirtschaft,
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Produktivitätserhöhungen, nachhaltige Produktionsmethoden und Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten sind Eckpfeiler zur Bewältigung künftiger Nachfragesteigerungen.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 11. Juli 2012 am Sitz der FAO in Rom stellten FAO Generaldirektor Jose Graziano da Silva und OECD-Generalsekretär Angel Gurria den heurigen OECD-FAO-Outlook Bericht 2012-2021 vor. Der Bericht enthält Einschätzungen der künftigen Entwicklungen in den Sektoren Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung unter Berücksichtigung aller heute bekannten Einflussfaktoren. Dementsprechend enthält der Bericht Marktprognosen für Getreide, Ölsaaten, Zucker, Fleisch, Milch und Milchprodukte sowie Fische und Meeresfrüchte für die kommende Dekade.
Laut Ansicht der Autoren werden die globalen Agrarpreise auf einem hohen Niveau bleiben. Es wird erwartet, dass die Nominalpreise tendenziell steigen, und zwar im Durchschnitt zwischen 10% und 30% gegenüber der Vordekade. Inflationsbereinigt sollten die untersuchten Warengruppen preislich stabil bleiben bis leicht fallen. Bedingt durch eine Vielzahl von Faktoren wie Ressourcenknappheit, höhere Produktionskosten und Auswirkungen des Klimawandels geht der Bericht von einer Verlangsamung der landwirtschaftlichen Produktionssteigerung von bisher 2% auf ca. 1,7% pro Jahr aus. Diese geht hauptsächlich auf das Wachstum in den Entwicklungsländern zurück, die mit 1,9% p.a. eine wesentlich höhere Produktionssteigerung aufweisen werden als die entwickelten Staaten (1,2%). Ausgehend von
ist mit einer verstärkten globalen Nachfrage zu rechnen.
Nachdem geschätzte 25% der landwirtschaftlichen Flächen weltweit in einem schlechten Zustand sind, in vielen Ländern eine Wasserknappheit vorherrscht und Fischgründe übernutzt werden, stellt sich die Kernfrage, wie die Produktivität bei einer kaum steigenden landwirtschaftlichen Fläche in einer nachhaltigen Art und Weise erhöht werden kann.
OECD-Generalsekretär Gurria betonte in der Pressekonferenz die Notwendigkeit offener Märkte, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Es läge an den Regierungen, auf handelshemmende und handelsverzerrende Maßnahmen zu verzichten und ein günstiges Umfeld für eine nachhaltig wachsende Landwirtschaft zu schaffen – auch für in- und ausländische Investitionen. FAO-Generaldirektor da Silva verwies auf die gravierenden Auswirkungen hoher Nahrungsmittelpreise auf die Ärmsten in den Entwicklungsländern. Die Weltgemeinschaft müsse ihre Anstrengungen verdoppeln, um die Anzahl der Hungernden zu senken. Man müsse sich auf eine nachhaltige Produktivitätssteigerung konzentrieren, vor allem in den Entwicklungsländern mit einem Fokus auf Kleinbauern. Einig war man sich in der Notwendigkeit der Förderung der Agrarinfrastruktur, der Bedeutung von Forschung und Entwicklung, der Propagierung besserer agronomischer Praktiken und der Verringerung von Nahrungsmittelverlusten und Nahrungsmittelverschwendungen.
Der Bericht ist in seiner vollen Länge entgeltlich bei der OECD erhältlich. Eine unentgeltliche Vorschau ist über diesen Link möglich.