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Hochwasser 2006 - Dürnkrut/March
Foto: via donau

Hochwassernachrichten und aktuelle Wasserstandsinformationen

Die Warnung vor einem Hochwasserereignis ist ein wesentlicher Bestandteil im Handlungskreislauf – Ereignis, Bewältigung, Wiederherstellung und Vorbeugung – des integrierten Hochwassermanagements.

Nur eine zeitgerechte und räumlich zutreffende Prognose kann den Einsatz von Hilfskräften und von technischen Hochwasserschutzeinrichtungen wirkungsvoll gestalten. Jede Analyse großer Hochwasserereignisse hebt die Bedeutung der Hochwasserwarnung, als wesentliches Instrument zur Risiko- und Verhaltensvorsorge und Schadensminimierung hervor. Bereits im Juni 1899 wurde der Wasserstands- und Nachrichtendienst im österreichischen Donaueinzugsgebiet, mit der k.k. hydrographischen Landesabteilung in Wien als Zentralstelle, ins Leben gerufen. Der Wasserstandsnachrichtendienst, also die Darstellung und Verbreitung historischer und aktueller Pegelstände, ist dem nach seit mehr als 100 Jahren eine zentrale Aufgabe der Hydrographie in Österreich.

Die mit dem hydrographischen Messnetz erhobenen Daten bilden die Grundlage des Nachrichtendienstes und sind neben anderen Eingangsdaten die Vorraussetzung für die Erstellung von Prognosen und der daraus abgeleiteten Hochwasserwarnungen.

Die Hochwasserereignisse der letzten 10 Jahre beschleunigten die Entwicklung der Prognosesysteme. Vor 2002 wurden von den zuständigen hydrographischen Landesdiensten – Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich - zwei Systeme an der Donau und der Salzach betrieben.

Die Anforderung für mobile, schutzwasserbauliche Einrichtungen an der Donau exakte Prognosen zu liefern, veranlasste den Hydrographischen Dienst Niederösterreich die Wasserstandsvorhersage und die Abflussprognose der Donau von einem empirischen, auf ein hydrologisch- hydrodynamisches Modell umzustellen. Gleichzeitig wurde ein Prognosemodell für den Kamp entwickelt und 2006 in Betrieb genommen. Ebenfalls Anfang 2006 wurde das Mur/Mürz – Prognosesystem, sowie ein Warnsystem für alle größeren Gewässer in Kärnten, als zentrale Elemente der Warnung bei den hydrographischen Diensten für die Steiermark und Kärnten integriert.

Ein Modell für den Inn, für den Lech und das Tiroler - Achengebiet befindet sich im Testbetrieb. In Salzburg und Oberösterreich werden die bestehenden Systeme für die Salzach und die Donau erneuert und erweitert. Für die Raab und Rabnitz ist eine Erweiterung des Mur/Mürzmodells im Rahmen einer Kooperation der burgenländischen Landesregierung mit der Steiermark und Ungarn geplant.

Um im Hochwasserfall Schäden vorzubeugen, ist eine zeitgerechte und verlässliche Information wichtig. Aus diesem Grund hat sich der hydrographische Dienst Niederösterreichs entschieden die Prognosen für Pegelstellen laufend – nicht nur im Hochwasserfall - im Internet zu veröffentlichen. In anderen Bundesländern werden im Anlassfall Hochwasserwarnungen in Form von Lageberichten herausgegeben. 

Der hydrographische Dienst Österreichs betreibt ein Basismessnetz zur Bestimmung der Durchflussdaten und der Wasserstände an Fließgewässern und Seen in Österreich. Die Daten der wichtigsten Messstellen werden mit speziellen Einrichtungen an die hydrographischen Organisationseinheiten in den Bundesländern und weiter an das Lebensministerium übertragen. Diese Daten sind einerseits von großer Bedeutung für den Betrieb von Prognosemodellen für die Abflussvorhersage und die Hochwasserwarnung und andererseits charakteristisch für die aktuelle Abflusssituation der Gewässer in Österreich.

Ein hydrographischer Datenverbund sorgt dafür, dass diese Daten stündlich an das Lebensministerium/Land und forstwirtschaftliche Rechenzentrum (LFRZ) gesandt und in eine Datenbank importiert werden. Die Daten werden nach Abflusskategorien geordnet und mit unterschiedlichen Farben und Symbolen österreichweit einheitlich dargestellt. Gebiete mit Nieder,- Mittel- oder Hochwassersituationen sind dadurch auf einen Blick erkennbar. Detaillierte Informationen zum zeitlichen Verlauf der Messwerte, können über den in der Karte integrierten Link zur Internetadresse des gewünschten Bundeslandes abgerufen werden.
Eine genaue Beschreibung der Abflusskategorien der Fachkarte "Aktuelle Pegeldaten Österreichs" enthält das Dokument am Ende dieses Beitrages.

 
Informationsstellen
der einzelnen Landesregierungen und der viadonau (österreichische Wasserstraßen Ges.m.b.H.):


Burgenland: Amt der Burgenländischen Landesregierung Abteilung 9 / Wasser- und Abfallwirtschaft
Hydrographischer Dienst
Oberbaurat Dipl.-Ing. Karl Maracek
Telefon: (+43 2682) 600-6524
E-Mail: karl@hydro-bgld.at
 
Kärnten: Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 18 / Wasserwirtschaft
Unterabteilung 18 – Hydrographie
Dipl.-Ing. Johannes Moser
Telefon: (+43 463) 536-31806
Telefon: (+43 463) 36043 (Landeswarnzentrale)
E-Mail: johannes.moser@ktn.gv.at
Hydrographie Kärnten - Wasserstandsinformationen
 
Niederösterreich: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Abteilung Hydrologie und Geoinformation (BD3)
w. Hofrat Dipl.-Ing. Christian Labut
Telefon: (+43 2742) 9005-13178 (Hochwasserwarnzentrale)
Telefon: (+43 2742) 13536-13539 (Wasserstandsnachrichtendienst)
E-Mail: post.bd3@noel.gv.at 
Hydrographie Niederösterreich - Wasserstandinformationen und Prognosen

Oberösterreich: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Abteilung Oberflächengewässerwirtschaft
Gruppe Hydrographie
Hofrat Dipl.-Ing. Gerald Lindner
Telefon: (+43 732) 7720 12413
Telefon: (+43 732) 770 122-0 (Landeswarnzentrale)
E-Mail: gerald.lindner@ooe.gv.at 
Hydrographie Oberösterreich - Wasserstandsinformationen
 
Salzburg: Amt der Salzburger Landesregierung
Fachabteilung 4/4 Wasserwirtschaft
Referat 4/43 - Hydrographischer Dienst 
Dipl.-Ing. Hans Wiesenegger
Telefon: (+43 662) 80 42-4318
Telefon: (+43 662) 80 42-4644 (HYDRIS Hochwasserwarnzentrale)
Telefon: (+43 662) 80 42-2037 (Katastrophenschutz) 
E-Mail: hans.wiesenegger@salzburg.gv.at 
Hydrographie Salzburg - Wasserstandsnachrichten
 
Steiermark: Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 19 - Fachabteilung 19 A
Wasserwirtschaftliche Planung und Siedlungswasserwirtschaft, Referat Hydrographie
Reg.Oberbaurat Dr. Gunther Suette
Telefon: (+43 316) 877-3662
Telefon: (+43 316) 877-77 (Landeswarnzentrale)
Telefon: (+43 676) 8666 1963 (Hochwasserdienst)
E-Mail: fa19a@stmk.gv.at 
Hydrographie Steiermark - Wasserstandsnachrichten 
 
Tirol: Amt der Tiroler Landesregierung
Gruppe Bau und Technik
Abteilung Wasserwirtschaft
Sachgebiet Hydrographie und Hydrologie
Oberrat Dr. Wolfgang Gattermayr
Telefon: (+43 512) 508-4250 (Hydrographie)
Telefon: (+43 512) 508-4262 (Hochwasser-Meldedienst)
Telefon: (+43 676) 88508 7928 (Hochwasserbereitschaft)
Telefon: (+43 512) 580 580 (Landeswarnzentrale)
E-Mail: hydrographie@tirol.gv.at 
Hydrographie Tirol - Wasserstandsnachrichten
 
Vorarlberg: Amt der Vorarlberger Landesregierung
Abteilung VII d – Wasserwirtschaft
Fachbereich: Infomationswirtschaft und Hydrographie
Dipl.-Ing. Clemens Mathis
Telefon: (+43 5574) 511-27441
Telefon: (+43 5574) 511-21105 (Landeswarnzentrale)
E-Mail: clemens.mathis@vorarlberg.at 
Hydrographie Vorarlberg - Waserstandsnachrichten
 
Wien: Amt der Wiener Landesregierung
MA 45 – Wasserbau
Gruppe Wasserwirtschaftliche Planung und Hydrologie
Oberstadtbaurat Dr. Werner Pekarek
Telefon: (+43 1) 4000-96561
Telefon: (+43 1) 15 77 (aktuelle Wasserstände auf Tonband)
E-Mail: Pek@m45.magwien.gv.at 
 
via donau – Österreichische Wasserstraßen Ges.m.b.H.
Hydrographie
Dipl.-Ing. Christian Kölbl
Telefon: (+43 1) 050 43 21 2421
E-Mail: christian.koelbl@via-donau.org
http://www.via-donau.org


LINK zur östereichweiten Darstellung aktueller Wasserstandsinformationen

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18.10.2010,